Die steigende Bedeutung von Holz in der Baubranche – Vanillaplan beim Holzbaufachtag der LIGNUM Region Basel

Elena Höppner
von Elena Höppner Content MarketingPubliziert am 07.02.2023

Wir durften letzte Woche an einem spannenden Event im Bereich Holzbau teilnehmen: Unter dem Motto «Holz 4.0» fand der siebte Basler Holzbaufachtag der LIGNUM Region Basel statt. Dort konnten wir vieles über den innovativen Einsatz von Holz lernen und an interessanten Vorträgen von Vertretern aus der Baubranche, Wissenschaft und Politik teilhaben. Abschliessend duften wir ein Interview mit dem Präsidenten der Lignum Region Basel Lukas Hasler führen und bekamen so einen spannenden Einblick in das Thema.

Dass sich Holz in der Baubranche steigernder Beliebtheit erfreut, ist kein Geheimnis. In Bezug auf Klimabilanz, Bauprozess, Kosten und Wohnqualität weist es zahlreiche Vorteile auf. Es ist vielseitig einsetzbar und kann von Bodenplatte und Geschossdecke über Dachelement und Fassadenverkleidung bis hin zur Konstruktion ganzer Häuser in den verschiedensten Formen verwendet werden.

Die Lignum Region Basel unterstützt die Wald- und Holzwirtschaft der Region Basel und setzt sich für die Förderung von Holz als nachhaltigen, gesunden und vielseitig verwendbaren Werkstoff ein. Nach einem inputreichen Nachmittag voller spannender Vorträge durften wir zu guter Letzt den Präsidenten der Lignum Region Basel Lukas Hasler zu den Einsatzmöglichkeiten von Holz in der Bauwirtschaft interviewen.

«Herr Hasler, wir haben heute viel über die innovativen Einsatzmöglichkeiten von Holz im Baugewerbe gehört. In welchen Bereichen sehen Sie das grösste Potential für den Einsatz von Holz?»

«Holz hat sich als Werkstoff im Hausbau von einem früheren Nischenprodukt heute zu einem Standartprodukt entwickelt. Und das nicht ohne Grund: Die Temperaturregulation in einem Holzhaus ist sehr gut, im Winter ist es schön warm und im Sommer bleibt es kühl. Darüber hinaus ist die Wohnqualität eine ganz andere: Ihr kennt das vielleicht, wenn ihr in den Ferien in einem Chalet seid, der Geruch von Holz ist einzigartig und es wirkt entspannend.»

«Welche Hürden gibt es beim Einsatz vom Holz? Gibt es Voraussetzungen, die dafür erst noch geschaffen werden müssen?»

«In dem Sinne gibt es eigentlich keine Hürden. Holz als Baustoff bietet grosses Potential und wir müssen dieses schlichtweg mehr propagieren. Wir müssen so tun, als wäre es normal in einem Holzhaus zu leben. Ein gutes Beispiel sind da auch die nordischen Länder, dort gibt es diesbezüglich eine ganz andere Akzeptanz.»

«Wir haben heute auch einiges über neue Technologien wir Virtual Reality in Verbindung mit Holzbau gehört. Ist der Holzbau in der Praxis bereit für solche Technologien?»

«Ich bin der Überzeugung, dass der Fokus von neuen Technologien wie VR in Zukunft weniger im Gaming-Bereich, sondern zunehmend in verschiedenen Arbeitsfeldern liegen wird. In kaum einer Branche wird so viel vorgeplant wie im Holzbau, darum ist der Einsatz solcher Technologien bei uns geradezu prädestiniert.»

«Und noch eine letzte Frage zum heutigen Anlass: Aus welchem Kontext heraus ist dieses Event und die Auswahl der Referierenden entstanden?»

«Uns war es wichtig, Referierende aus verschiedenen Bereichen, also von Bauwirtschaft über Forschung bis zur Politik mit dabei zu haben. Nur so bekommen wir einen Gesamteindruck davon, was «Holz 4.0» wirklich bedeutet. Die Bauwirtschaft beispielsweise zeigt uns auf, wie sich ein innovativer Einsatz von Holz in der Praxis gestaltet. Die Forschung bringt uns nahe, welche Möglichkeiten noch vor uns liegen und wie wir diese Potentiale ausschöpfen können. Und in der Politik finden sich diejenigen, die solche Initiativen letztendlich umsetzen.»

Damit sind und bleiben wir gespannt, welche Entwicklungen sich im Holzbau vollziehen, bedanken uns bei Lukas Hasler für das Interview und nehmen aus diesem spannenden Anlass viele Erkenntnisse mit nach Hause.